Draußen geht die Welt unter
drinnen vergase ich Kakerlaken
Regen Regen Regen Regen
Bett auf dem Flur
Vier Tage ohne Pause
kein Schirm aber Fieber
Kein Schirm durch den man
die dunklen Wolken sähe
Grau nachts grau tags
Vier Tage dann kurz atmen
Fieber Tee und weiter
Vergaste Kakerlaken zucken noch
Zuckend in den Nachbargarten
Klimaanlagen blast weg die Wolken
Schwül und schal und Tee und weiter
Regen Regen Reis und Regen
27 August, 2008
13 August, 2008




Seit einer Woche hier. Ich schreibe auf: 228 ä 246 ö 252 ü 223 ß
Die Tische zeigen zum Fenster, die Fenster zur Straße, wohin die Augen sich richten. In jedem Becher ein grüner Strohhalm, in jeder Hand ein Buch oder ein Telefon. Schulter an Schulter Schallwellen hinter uns radio frequency controlled social contacts, verbunden durch Antennen und Licht.
Vorgestern ging mein Tag nach der Pfeife, nach dem vertrödelten Abend Spaziergang in Shinjuku, durch die Welten aus Leuchtreklamen und Spielautomatenhallen. Nach Mitternacht auf dem Fahrrad nach Hause, unbeobachtet von Millionen von Augen, unangesprochen von unzähligen Automaten.
Auf einer Treppe ein Meer aus Absätzen
Wie das Klackern an Ampeln
Tausendfach
Du schwimmst mit ohne Absätze
Ohne Absätze bist du stumm.

